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27.03.2026
Stadtsportbund baut Position als größter gesellschaftlicher Akteur für Sport und Bewegung aus
Mitgliederversammlung im Stadthaus ohne Wahlen / Auszeichnungen für verdienstvolle Ehrenamtler Wolfgang Rosenow, Rainer Moldenhauer, Margitta Koschker und Jürgen Peter

Olaf Wernicke, Vorstandsvorsitzender des Stadtsportbund Cottbus e.V.

Vorstandsvorsitzender Olaf Wernicke bei der Mitgliederversammlung im Stadthaus Cottbus.

 

Der Stadtsportbund Cottbus hat seine Position als größter gesellschaftlicher Akteur in Cottbus für Sport und Bewegung im vergangenen Jahr deutlich ausbauen können. Fast 27.000 Menschen waren zum Stichtag Mitglied in einem Sportverein. Für 2026 plant der Dachverband des Cottbuser Sports wieder vielfältige Aktivitäten. Zudem gab es Auszeichnungen für vier verdienstvolle Ehrenamtler.

Auf der Mitgliederversammlung mit 64 Delegierten im Stadthaus Cottbus zog Olaf Wernicke als Vorsitzender des Vorstands in seinem Rechenschaftsbericht ein außerordentlich positives Fazit für den Berichtszeitraum. Vor allem die Mitgliederentwicklung stimmt ihn positiv. „Mit fast 30 Prozent sind wir im Organisationsgrad fast auf Westniveau – und in Brandenburg an der Spitze“, freute sich Wernicke. Zum 1. Januar 2026 waren 26.992 Mitglieder in 142 Vereinen gemeldet. Das ist ein Zuwachs von 1864 Menschen und 7,42 Prozentpunkten. „Besonders stolz macht mich jedoch der Blick in unsere Zukunft, den Jugendbereich“, ergänzte Wernicke. Bei den unter 26-Jährigen gab es einen Zuwachs von 687 Mitgliedern und eine Steigerung von 8,55 Prozent.

Wachsende Mitgliederzahlen im organisierten Cottbuser Sport sorgen jedoch auch für Herausforderungen. „Wir benötigen dringend kleinere Hallenkapazitäten bis zu 500 Quadratmeter“, machte Wernicke deutlich und appellierte an die Kommune und Politik, die durch Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) und Thomas Bergner, Dezernent für Ordnung, Sicherheit, Sport, Gesundheit und Bürgerservice, sowie weitere Abgeordnete von Stadt und Land prominent vertreten waren. „Sportförderung ist in Cottbus kein Lippenbekenntnis“, machte Wernicke aber auch auf Erreichtes aufmerksam. Und auf der anderen Seite fließen durch den „Goldenen Plan Brandenburg“ demnächst weitere 1,7 Millionen Euro direkt in die Sport-Infrastruktur, stellte Wernicke heraus.

In seinem Rückblick ging Wernicke nochmals auf das Projekt Netzwerkbüro für Nachhaltigkeit im Sport in der Lausitz“ ein, das vom Stadtsportbund Cottbus initiiert wurde und Ende 2025 voll umfänglich seine Arbeit aufgenommen hat. Das Projekt ist zu 90 Prozent aus Fördermitteln finanziert und soll den Vereinen helfen, sich zukunftsfähig in den Bereich ökologische, ökonomische und sozialer Nachhaltigkeit aufzustellen. Leiter Jona Peters konnte in seiner Präsentation zu Beginn der Veranstaltung bereits erste Erfolge präsentieren und lud die Vereine zum Dialog ein.

Blick in das Stadthaus Cottbus

Blick in den voll besetzten Saal im Stadthaus Cottbus.

Für 2026 sind wieder einige Veranstaltungen in Vorbereitungen. Nach dem großen Erfolg der OSTSEE-Sportspiele 2025 mit 3500 Aktiven und mehr als 10.000 Besuchern wird das Format umgebaut und findet in diesem Jahr als 2-Tages-Event am 13./14. Juni in Cottbus-Willmersdorf seine Fortsetzung. Schwimmkurse für Kinder, der Sportabzeichentag oder die Winterspielplätze „waren ebenfalls schlichtweg großartig“ so Wernicke und werden in diesem Jahr weiterentwickelt. Der Frauensporttag firmiert künftig als Familiensporttag.

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„Der Sport in Cottbus steht auf einem starken Fundament“, betonte Dezernent Thomas Bergner in seinem Grußwort. „Die Aufgaben für die Zukunft sind klar: den Sport als Motor für Lebensqualität stärken, Investitionen sinnvoll nutzen, Kinder und Jugendliche in Bewegung bringen und das Ehrenamt weiter fördern“, sagte Bergner, der letztmals in seiner Funktion zur Sportfamilie sprach. Bergner wird vor der nächsten Mitgliederversammlung planmäßig in den Ruhestand gehen. Wilfried Lausch, Vizepräsident im Landessportbund (LSB) Brandenburg, überbrachte Grüße aus Potsdam und betonte: „Geld allein ist nicht alles. Über allem steht der Einsatz unserer Ehrenamtlichen, die Leidenschaft unserer Athleten und der Rückhalt in der Gesellschaft. Wenn wir diesen Dreiklang trotz aller Schwierigkeiten erhalten, werden wir weiter Erfolge auf den unterschiedlichsten Ebenen einfahren und der Sport weiterwachsen“, sagte der ehemalige, langjährige Leiter des Olympiastützpunkt Brandenburg.

Kern und Herzstück der Arbeit im Stadtsportbund ist und bleibt das Ehrenamt, betonte Wernicke in seiner Rede und richtete einen langen und aufrichtigen Dank an Vorstände, Trainer:innen und Übungsleiter:innen, die Tag für Tag in mehr als 140 Vereinen Sport erst ermöglichen und leitete zu den Ehrungen über. Rainer Moldenhauer „als unverzichtbarer Macher“ des SV Energie Cottbus wurde mit der Ehrennadel des Stadtsportbundes Cottbus ausgezeichnet. Der Ehrenpokal ging an Wolfgang Rosenow vom LC Cottbus, der Zuschauer über Jahrzehnte als Moderator verschiedenster Sportveranstaltungen in Cottbus begeistern konnte.

Rainer Moldenhauer (l.) erhilet von Olaf Wernicke die Ehrennadel.

Rainer Moldenhauer (l.) erhielt die Ehrennadel des Stadtsportbund Cottbus von Olaf Wernicke überreicht.

Auch Margitta Koschker vom Hochschulsportverein Cottbus und Jürgen Peter vom ESV Lok RAW Cottbus engagieren sich über Jahrzehnte für den Sport in der Stadt und wurden deshalb im Ehrenamtswettbewerb „Sympathiegewinner im Sport“ des LSB Brandenburg und der LAND BRANDENBURG LOTTO GmbH in diesem Jahr ausgezeichnet. Sabrina Cyprich, Management Assistentin Unternehmensstrategie und -kommunikation, überbrachte die Glückwünsche und Auszeichnungen und jeweils 350 Euro für die Vereinskasse. Margitta Koschker ist seit mehr als 25 Jahren die gute Seele des HSV Cottbus. Seit 2007 engagiert sie sich als Übungsleiterin in drei Herzsportgruppen und hat seit 2016 zusätzlich die Funktion der stellvertretenden Abteilungsleiterin übernommen. Neben ihrem Einsatz im HSV ist sie auch im Verein „My Happy Body – Harmonie durch Bewegung e.V.“ als Übungsleiterin und Vorstandsmitglied aktiv. Schon seit dem 1. September 1964 ist Jürgen Peter Mitglied des ESV Lok RAW Cottbus, Abteilung Kanu. Nach seinem Studium zum Diplomsportlehrer in Leipzig stellte er sein Wissen und seine Fähigkeit ganz in den Dienst des Vereins und des Kanusports. Als Ressortleiter für Umwelt und Gewässer fördert er nachhaltige Projekte, insbesondere für den Schutz und die Erhaltung der regionalen Gewässer.

Fotos: Thomas Juschus